Vollmond
Entspannung,  Ernährung

Vollmond, Loslassen und Ernährung

Bei Vollmond kann ich immer so schlecht schlafen! Haare soll man bei zunehmendem Mond schneiden, dann wachsen sie schneller! Bei Vollmond werden mehr Kinder geboren! Was ist dran an diesen Dingen?

Vollmond

Jeder von uns kennt die Situation. Wir haben schlecht geschlafen, erzählen es jemandem und derjenige sagt: „Klar, war ja auch Vollmond.“ Aber ist da tatsächlich etwas dran? Studien sagen, der Mond hat keinen Einfluss auf uns Menschen, spüren tun Menschen es anders.

Fakt ist, der Mond hat sehr wohl Einfluss auf verschiedene Dinge. Nehmen wir nur Ebbe und Flut, der Mond umkreist die Erde in 28 Tagen, Ebbe und Flut entstehen durch das Zusammenspiel von Anziehungs- und Fliehkräften zwischen Mond und Erde.

Der Vollmond hat auf mich seit jeher eine ganz besondere Faszination. Wie er so voll und rund am Himmel steht, ist er einfach wunderschön. Und mit der Zeit, habe ich Rituale kultiviert, welche ich nicht mehr missen mag.

Loslassen

Am letzten Tag vor dem Wechsel von zunehmendem Mond zu abnehmendem Mond nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit für mich. Ich räuchere mit Palo Santo* den Raum, koche mir einen Tee*, zünde eine Kerze* an und setze mich dann – mit einem Blatt Papier und einem gut schreibenden Stift – hin. Der Vollmond eignet sich ideal, altes loszulassen.

Ich überlege mir, was ich im kommenden Monat loslassen möchte, was mich begrenzt, was mir nicht mehr gut tut. Es können kleine Dinge sein oder auch große Veränderungen, wie:

  • liebevollerer Umgang mit mir selbst, statt negativ zu denken, weil ich etwas nicht geschafft habe
  • statt zwei Tassen Kaffee nur noch eine Tasse Kaffee am Morgen und eine Tasse Tee
  • statt mich darüber zu ärgern, im Stau zu stehen lieber mit dem ÖPNV fahren und dabei ein Buch lesen
  • regionales Obst und Gemüse kaufen, statt welches, das lange Transportwege hinter sich hat

So gibt es noch viele weitere Beispiele. Anschließend schaue ich mir alle Punkte auf meinem Zettel noch einmal an. Ich versuche mir vorzustellen, wie es sich anfühlt, wenn ich die Dinge ändere. Ich visualisiere.

Der Zettel kommt anschließend in meine Jackentasche, so dass ich ihn immer wieder spüre und so daran denke. Es ist ein kraftvolles Ritual, welches mir hilft, mir bestimmt Dinge bewusst zu machen, denn seien wir mal ehrlich, wir Menschen sind Gewohnheitstiere und würden am liebsten alles immer gleich machen. Das spart dem Körper Energie, weil wir über Automatismen nicht nachdenken müssen, macht sie aber deshalb nicht besser.

Ernährung

Der Vollmond eignet sich jedoch auch, um die Ernährung zu verändern. Da der Vollmond für loslassen steht, können wir auch in der Ernährung loslassen.

Besonders gut eignen sich in der Zeit Lebensmittel, die unseren Stoffwechsel anregen. Leichte Sachen, die nicht belasten, sollten nun täglich auf dem Speiseplan stehen.

Aubergine

Getränke
Vor allem Wasser, viel stilles Wasser. Aber auch grüner Tee regt unseren Stoffwechsel an und spült Giftstoffe aus.

Sättigungsbeilage
Ach, ich liebe dieses Wort. Es beschreibt so schön, was es tut. Statt auf Nudeln und Brot zurückzugreifen, eignen sich in dieser Zeit besondern Pseudo-Getreide wie Quinoa, Amaranth oder Hirse. Diese schmecken lecker als Salat, als Burger, Suppen oder als süßes Gericht.

Quinoa ist ein wahres Powerkorn. Hier findet ihr mehr dazu.

Obst
Hier eignet sich vor allem Ananas, Papaya, Zitrusfrüchte, Beeren aber auch Äpfel. Morgens ein leckerer Obstsalat füllt die Vitaminspeicher, wir nehmen zusätzlich Wasser auf und er belastet nicht.

Gemüse und Salate
Hier sind vor allem grünes Gemüse und grüne Salat geeignet. Artischocken entlasten die Leber. Spinat, grüner Salat, Sprossen sind nicht nur lecker, sie versorgen uns ebenfalls mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Aber auch Rosenkohl und rote Bete entschlackt und wirkt sich positiv auf unseren Darm aus.

Hier findet ihr ein tolles Rezept für einen Gelbe-Bete-Burger. Er kann natürlich auch mit Roter Bete zubereitet werden.

Öle und Saaten
Während dieser Zeit sollten naturbelassene Öle und Saaten bevorzugt werden. Ob Walnuss-, Oliven- oder Kokosöl, achtet hier auf hochwertige Öle. Nüsse und Samen – wie Leinsamen oder Chia – schmecken in Salaten, Smoothies oder auch im Obstsalat toll.

Was sonst noch gut tut
Ingwer ist ein toller Immunbooster. Er kurbelt unser Immunsystem und den Stoffwechsel an. Wir lieben ihn.

Ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und in Stücke schneiden. Mit einem Liter heißem Wasser übergießen und über den Tag verteilt möglichst warm trinken. Ich nehme mir eine Thermoskanne* mit ins Büro und stelle sie mir neben den Bildschirm. So vergesse ich das Trinken nicht.

Neben frischen Kräutern ist auch Knoblauch ein toller Helfer, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Er wirkt antibakteriell und kann den Körper bei der Entgiftung unterstützen.
Als Gewürze eignen sich vor allem Chili und Kurkuma.

Yoga loslassen
Loslassen, zur Ruhe kommen, auch Yoga eignet sich perfekt!

Loslassen von Glaubenssätzen bei Vollmond

Jeder von uns hat Glaubenssätze, die er als die reine Wahrheit einstuft. Oft übernommen als Kind von unseren Eltern, glauben wir immer noch daran, obwohl diese bei näherer Betrachtung vielleicht gar nicht mehr zu uns passen.

Du musst immer pünktlich sein!“ Ein Glaubenssatz aus meiner Kindheit, der mich auch als Erwachsener in jeder Situation noch dazu zwang immer 15 Minuten eher da zu sein. Meist völlig gestresst.
Was passiert wenn ich nicht pünktlich bin? Es gibt Situationen, in denen passiert gar nichts. Wenn ich nicht pünktlich an der Bahn bin, nehme ich eben die nächste. Wenn ich nicht pünktlich bei der Nachhilfe bin, um meine Tochter abzuholen, wartet sie halt einen Moment. Freunden sage ich oft, ich komme z.B. zwischen 15.00 – 15.30 Uhr. So habe ich einen Puffer. Natürlich gibt es wichtige Termine, bei denen ich pünktlich bin. Dann möchte ich pünktlich sein. Die Einstellung dazu hat sich geändert, „ich möchte“…nicht „ich muss“. Dadurch entsteht mir weniger Stress.

Hier habe ich ein paar Beispiele von negativen Glaubenssätzen:

  • Das schaffe ich sowieso nicht!
  • Ich bin so dumm!
  • Das Leben ist kein Zuckerschlecken!
  • Sei nicht so egoistisch!

Der Vollmond eignet sich auch ideal um alte Glaubenssätze aufzuspüren und zu schauen, was nicht mehr zu uns passt. Überlegt Euch, welche Glaubenssätze habt ihr, passen diese noch? Nehmt Euch einen, den ihr auflösen möchtet und schaut ihn Euch genau an. Was passt nicht mehr, warum passt er nicht mehr. Was möchtet ihr stattdessen?

Mantras

Mantras kennen wir aus dem Yoga. Es gibt sie seit Jahrtausenden und sie gelten als magisch. Ein Mantra ist kurz gesagt die Wiederholung von etwas, immer wieder. Sie helfen uns, gerade wegen dieser Wiederholung, bei der Fokussierung auf etwas.

Ein besonders schönes Mantra zum Thema loslassen kommt von Lao Tse:

Zitat Lao Tse

Ich schreibe mir schöne Mantras auf und stecke sie mir in die Hosentasche, in den Geldbeutel, hinten in die Handyhülle (meine ist durchsichtig) oder klebe es an eine Stelle, an der ich es immer wieder sehe. Je öfter ich es lese und verinnerliche, desto mehr wirkt es.

Auch wenn ihr nicht an die Kraft des Mondes glaubt, sind diese Rituale toll für Dein inneres Wachstum. Du machst Dir damit bewusst, was gut ist und behalten werden möchte oder was nicht so optimal läuft. Und das schöne am Vollmond ist, er ist alle 28 Tage. Das sind 13 Tage im Jahr, an denen wir innehalten, zurück schauen aber auch nach vorn. Glaubst Du nicht auch, dass Du es wert bist, Dich gut um Dich selbst zu kümmern?

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