Wie auch Du den inneren Schweinehund besiegst!

Laufschuhe

Gestern war so ein Tag! Die Sonne schien und ich wusste bereits morgens „Heute gehst Du laufen, auf jeden Fall“ Der innere Schweinehund war gebändigt, an die Leine gelegt und konnte mir nichts anhaben!

Nach der Arbeit bin ich noch zu einem Termin. Dann einkaufen, was man eben so macht. Gegen drei kam ich nach Hause. Eine Stunde später war das große Kind zu Hause. Alles prima.

UND DANN? Kam der innere Schweinehund!

Dann war es fünf und ich alleine. Das große Kind war beim Sport. Der Mann mit dem Junior bei einem Termin. Ich war auf der Couch. Hier ein bisschen Instagram, dort ein wenig Pinterest…und die Lust raus zu gehen war weg. Das Sofa war echt bequem und die Woche war lange und anstrengend mit einigen Terminen. Eigentlich hatte ich es mir verdient zu Hause zu bleiben, die Ruhe zu genießen und mich mental auf den nächsten Tag vorzubereiten. Wann war ich schon mal alleine zu Hause, ohne dass eine dringende Aufgabe ansteht? Ausruhen, zur Ruhe kommen…

STOPP!

Das war mein nächster Gedanke.

Du wolltest doch raus? Wenn icht jetzt, wann dann? Du kannst schön alleine laufen gehen, musst nichts organisieren. Der Hund müsste ja sowieso raus. Und die Sonne scheint noch ein bisschen.

Es saßen tatsächlich ein Engelchen und ein Teufelchen auf meiner Schulter und stritten sich. Die Sonne ist sowieso gleich weg! Aber es tut doch so gut! Es ist bestimmt anstrengend! Du fühlst dich toll danach. Der Hund zieht immer so und hört oft nicht. Du nimmst sie dann an die Leine.

laufen tut einfach gut
glücklich nach dem Laufen den inneren Schweinehund überwunden zu haben

Der innere Schweinehund

Wir alle haben einen. Den inneren Schweinehund. Meiner ist dick, gaaaaanz dick und gaaaaanz faul. Er hängt sich an mich, hält mich fest – natürlich imaginär. Und er st stark, sehr stark.
Er flüstert mir zu, dass ich doch lieber nicht laufen gehen soll. Das Sofa ist bequem und die Tortilla-Chips im Schrank sind sehr lecker.

Der innere Schweinehund stellt sich vor allem dann quer wenn etwas problematisch erscheint oder von Dir als unangenehm eingestuft wird.

Jeder kennt das: Wir haben einen Anruf vor uns, der etwas unangenehm ist. Was machen wir? Wir zögern den Anruf hinaus und erfinden immer wieder neue Ausreden.
Haben wir den Anruf erst einmal hinter uns, fühlen wir uns stark und verstehen gar nicht, warum wir gezögert haben. Und beim nächsten Mal? Zögern wir wieder.

Was kannst Du gegen den inneren Schweinehund unternehmen?

  1. Akzeptiere Deinen inneren Schweinehund!

    Der innere Schweinehund hat seinen Grund und seine Existenzberechtigung.
    Wenn wir anstrengende  (Arbeits-)Tage hinter uns haben, möchte er uns schützen. Davor uns zu überanstrengen. Er möchte uns davor schützen uns zu verausgaben, damit wir im Notfall (der Flucht oder des Kampfes) über genügend (Kraft-)Reserven verfügen. An  sich ein logisches Programm. Aber die Säbelzahntiger sind rar in den heutigen Zeiten!
    Nimm ihn an, den kleinen Kerl. Sag ihm, dass Du ihn lieb hast. Dass ihr euch nachher wieder seht, er aber jetzt brav hier warten soll.

  2. Hinterfrage Dich: Warum zögerst Du? Was will Dir Dein innerer Schweinehund sagen?

    Ich gehe laufen weil ich danach weniger gestresst bin.
    Ich gehe laufen, weil ich gern esse und es förderlich für meine Figur ist.
    Ich gehe laufen, weil ich damit besser schlafe.
    Ich gehe laufen weil ich danach entspannter bin.

    Aber es ist anstregend und es ist oft langweilig, wenn ich alleine laufe. Ich laufe ohne Musik, weil ich besser nachdenken kann.

    Die erste halbe Stunde laufe ich für meinen Körper, die zweite halbe Stunde für meine Seele. – George Sheehan –

    Mache Dir bewusst WARUM Du etwas tust. Tust Du es weil Du MUSST? Oder tust Du es weil Du WILLST?

    Ich WILL laufen, es tut mir gut und ich fühle mich klasse danach. Wie oft habe ich mir Stress, Wut oder schlechte Laune weggelaufen.

    Warum tust Du etwas?

  3. Leg Dir deine Sportklamotten/ Lernsachen so hin, dass Du alles beieinander hast Du direkt loslegen kannst!

    Wenn Du erst alles zusammen suchen musst (Sportuhr, Schuhe, Sport-BH…) hast Du gefühlt eine riesen Hürde vor Dir. Die Lust schwindet. Hast Du aber alles schon an einem Ort bereit gelegt, sind die Bluetooth-Kopfhörer geladen und hast Du bereits Deine Lieblingsmusik auf dem Telefon kannst DU direkt loslegen bevor Dein innerer Schweinehund überhaupt mitbekommt, was Du machst. Und schneller als er bist Du allemal!

  4. Die 10-Minuten-Regel

    Du hast keine Lust! Da zwickt was und es ist bequem! Solche Tage gibt es, da hat man wirklich überhaupt keine Lust.
    Mach einen Deal mit Dir selbst.
    Du machst 10 Minuten Sport/ gehst 10 Minuten laufen/ lernst 10 Minuten.
    Wenn Du dann immer noch keine Lust hast, lässt Du es bleiben.

    Bei mir ist es eine Strecke von 1,6 km die ich mir gebe. Wenn ich bis an die Kläranlage gelaufen bin und merke es läuft nicht, meine Laune wird immer schlechter dann darf ich umdrehen.

    Aber bei mir passiert IMMER das Gegenteil. Habe ich die Klamotten erstmal an, bin ich erstmal los gelaufen drehe ich nicht um. Ich laufe weiter meine Runde!

  5. Such Dir Gleichgesinnte, Trainings- oder Lernpartner!

    Wenn da jemand ist, der auf Dich wartet, gehst Du auch. Ich laufe JEDES Wochenende um die gleiche Zeit mit einer Freundin. Das ist ein fester Termin. Ich möchte sie nicht enttäuschen und sie mich nicht.
    Such Dir jemanden mit dem Du  laufen gehst, walken, wandern, schwimmen…egal was. Das klappt auch beim Lernen

  6. Stell Dir vor wie DU Dich fühlst, wenn Du fertig bist.

    Kennst Du dieses tolle Gefühl wenn Du Sport gemacht hast?
    Dieses Strahlen, diese Zufriedenheit.
    Die Ruhe, die Du danach hast und diese leichte Müdigkeit.
    Fühlst Du diesen Stolz, dass Du raus gegangen bist um Sport zu machen?

    Als ich gestern so auf dem Sofa lag, habe ich mir vorgestellt wie ich mich fühle. Danach, wenn ich laufen war. Ich habe mir genau vorgestellt wie es sich anfühlt. Habe den Stolz gespürt.

    Und dann bin ich aufgestanden und habe mich umgezogen. Dieses in mich hinein spüren  hat bewirkt, dass ich mich aufgerafft habe und los gelaufen bin.

    Versuch es!

    einfach zufrieden
    auch Nita ist zufrieden nach unserem 6-km-Lauf

     

     

  7. Schließe einen Vertrag!

    Schließe einen Vertrag mit Dir selbst. Einmal im Monat (in zwei Wochen, in zwei Monaten) darfst Du aufgeben. Du darfst zu Hause auf dem Sofa bleiben. Du darfst nicht lernen. Es ist ok. Dieses eine Mal!
    Aber nur diese eine Mal, an allen anderen Tagen (bei mir zum Beispiel 2 mal die Woche) gehst Du raus und trainierst/ lernst. Wenn ich dieses eine Mal direkt am Anfang nehme, habe ich danach 7 Tage im Monat wo ich keinen Spielraum habe. Dank dieses psychologischen Tricks und der Erlaubnis auf dem Sofa zu bleiben gehe ich die ersten 7 mal raus und laufe.
    Und das letzte Mal? Laufe ich auch…weil jetzt erst recht!

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Was tust Du gegen Deinen inneren Schweinehund? Wie wirst Du ihn los? Lass es mich wissen.

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