Salate im Glas

Salate im Glas – Zoodles, Nudeln, Reis und Co.

Wir besitzen im Büro keine große Auswahl, was die Mittagsverpflegung angeht. Wir können wählen zwischen Lieferservice, Bäcker oder Imbiss. Eine Kantine haben wir nicht und der Rest der Auswahl ist nicht wirklich gesund. Daher nehme ich mir mein Mittagessen selbst mit. Aus Zeitgründen morgens bereite ich mein Essen bereits am Abend vorher zu. Nun habe ich Salate im Glas entdeckt. Neben den Vorteilen verrate ich Euch meine liebsten Rezepte und gebe Euch ein Baukasten-Prinzip an die Hand, mit dem ihr unendlich viele Möglichkeiten habt.

Salat im Glas mit Karotte

Salate im Glas – ein neuer Trend?

Das ich mir einen Salat mitnehme ist nichts Neues. Bisher habe ich diesen morgens vorbereitet und im Büro mit Dressing vermischt. Das Problem morgens ist einfach der Zeitfaktor. Neben Frühstück vorbereiten, die Brotdosen richten, mich selbst fertig machen, Kinder antreiben ;), Frühstücken und losgehen bleibt einfach nicht viel Zeit noch Salat zu schneiden und das Dressing zu machen.

Am Abend vorher, wenn die Kinder im Bett sind oder ich das Abendessen vorbereite, ist es dagegen recht entspannt. Dann kann ich mir in Ruhe überlegen was ich am nächsten  Tag mitnehmen möchte. Da das Dressing beim Salat im Glas auf dem Boden ist und alle frischen Zutaten darüber geschichtet werden, wird nichts matschig oder unappetitlich, sonder das Obst/ Gemüse/ der Salat bleiben frisch.

Vorteile

Daneben bieten Salate im Glas mehrere Vorteile:

  1. Der Geschmack bleibt gleich
    Da Glas – im Gegensatz zu Plastikdosen, ich glaube ich werde hier immer empfindlicher – keinen Geschmack an das Essen abgibt, bleibt der Geschmack vom einfüllen bis zum Essen gleich. Kein unangenehmer Plastikgeschmack, keine Sorge, dass Stoffe aus der Verpackung aufs Essen übergehen.
  2. Ein Salat im Glas sieht einfach toll aus
    Das Auge isst mit. Ein geschichteter Salat im Glas sieht einfach toll aus. Erinnert Ihr Euch an die Schichtsalate von früher? Da wird der Monk in mir wach. Ich liebe es einfach, wenn alle Schichten schön übereinander und sehr gleichmäßig sind.
  3. Glas ist recycelbar
    Ich verwende Gläser, in denen schon vorher Lebensmittel waren, sei es Kokosöl, Bohnen oder Kichererbsen. Diese Gläser werden gespült und können wieder und wieder verwendet werden. Und wenn sie irgendwann nicht mehr benötigt werden, können sie recycelt werden und belasten so weniger die Umwelt, im Gegensatz zu Plastik, welches höchstens downgecycelt werden kann und in den meisten Fällen verbrannt wird.
  4. Die Variationen sind nahezu unbegrenzt
    Allein die Basis – bei mir komplexe Kohlenhydrate – ist so vielseitig, dass ich wahrscheinlich für das nächste Jahr jedesmal einen anderen Salat essen könnte, auch wenn ich natürlich meine Favoriten haben. Neben Vollkornnudeln, Vollkornreis, Quinoa und Bulgur gibt es Zoodles, Karottennudeln, Buchweizennudeln, Kichererbsenpasta und vieles mehr. So wird es nie langweilig!
  5. Reste werden verbraucht
    Ich nutze oft Reste, die vom Abendessen übrig geblieben sind. Diese werden so verbraucht und Lebensmittel werden nicht weggeworfen.

Das Baukasten-Prinzip

Das Prinzip bei Salaten im Glas ist immer das gleiche.

Habt Ihr bereits angemachten Salat im Kühlschrank aufgehoben? Ein paar Stunden später sieht er nicht mehr appetitlich aus und schmeckt auch nicht mehr frisch. Das ist bei Salaten im Glas anders. Die Zutaten werden in einer bestimmten Reihenfolge eingeschichtet und bleiben so appetitlich frisch.

Ganz unten – das Dressing

Ganz unten in das Glas kommt das Dressing oder die Soße. Das hat den Vorteil dass die anderen Zutaten erst damit in Berührung kommen, wenn man den Salat essen möchte. Ihr könnt das Dressing direkt im Glas anrühren. Hier habt Ihr verschiedene Möglichkeiten:
Pesto
Salatdressing
Joghurt
Avocado (püriert und mit etwas Wasser vermischt)

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich mag auch Kokosmilch mit Curry und Salz.

Darüber – Die Basis

Auf das Dressing/ die Soße kommt die Basis wie Nudeln, Zoodles, Kartoffeln, Reis oder festes/ gekochtes Gemüse wie z.B. Karotten. Eben alles, was relativ fest und/ oder bereits gekocht ist.

Ich liebe Nudeln aller Art, aber auch Reis mit einer Curry-Kokosmilch-Soße darunter finde ich sehr lecker.

Die nächsten Schichten – auf die konsistenz achten.

Oben auf die Basis schichte ich dann die Dinge, die frisch bleiben sollen. Also zuerst Gurke/ Paparika/ Hülsenfrüchte/ Mais/ Käse… ganz oben drauf kommt das, was knackig und ganz frischen bleiben soll, also Tomaten, Salat usw.

Anschließend kommt der Deckel drauf und der Salat im Glas geht in den Kühlschrank.

Jetzt habe ich noch ein paar Rezepte für Euch!

Mein derzeitiger Lieblingssalat – Zoodles Caprese

In der vergangenen Bärlauchzeit habe ich Bärlauchpesto benutzt. Jetzt im Sommer nutze ich gern Basilikumpesto.

Mein Lieblingssalat ist Zoodles Caprese, sehr gesund, leicht und unglaublich frisch.

Zutaten:
1 Zucchino
100 g Cherrytomaten
1/2 Mozzarella
Pesto
Basilikum
Aceto Balsamico
Salz und Pfeffer
Spiralschneider

Zubereitung:
Den Zucchino waschen und die Enden abschneiden. Mit einem Spiralschneider (ich habe diesen hier*) den Zucchino in Spiralen schneiden. Einen Topf mit Wasser aufsetzen, 1 EL Salz hinzu geben und zum Kochen bringen. Die Zoodles 1-2 Minuten im Wasser kochen und danach kalt abschrecken. Auskühlen lassen.

Die Tomaten waschen und in Viertel schneiden, den Mozzarella in Stücke rupfen.

1 EL (Bärlauch)Pesto, 1 EL Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren.

Die Marinade auf den Boden eines ausreichend großen Glases geben. Die abgekühlten Zoodles oben drauf schichten, dann den Mozzarella, einen TL Bärlauchpesto und ganz oben die geviertelten Tomaten.

Verschließen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Low-Carb-Nudelsalat mit Mango und Hirtenkäse

Salat im Glas

Zutaten:
Für das Dressing
1 EL Olivenöl
ein EL Aceto Balsamico
1 TL Senf
ein TL Honig/ Agavendicksaft (vegan)
Salz, Pfeffer, 7-Gewürze-Pulver (oder Paprika)
Für den Salat
Sorghum-Nudeln* 
Gurke
Hirtenkäse
Mango
Cocktailtomaten
einige Salatblätter

und ein ausreichend großes Glas, ich finde diese hier* total schön. Ich habe aber zu Hause auch Gläser von Konserven oder vom Kokosöl*. Da wir recht oft Salate im Glas mitnehmen habe ich einfach eine Auswahl an verschiedenen Größen zu Hause, falls welche noch in der Spülmaschine sind.

Zubereitung:
Die Zutaten für das Dressing in das Glas geben und miteinander verühren. Die Nudeln kochen. Bei Low Carb Nudeln wie Sorghum oder Buchweizen-Nudeln koche ich diese immer eine Minute weniger als auf der Verpackung angegeben, dann bleiben sie schön fest.

Die Nudeln noch lauwarm in das Glas schichten, direkt auf das Dressing. Die Gurke und die Mango in Stücke schneiden. Den Hirtenkäse zerbröseln. Die Cocktailtomaten vierteln. Den Salat waschen und in Stücke reissen.

Nun die Gurke auf die Nudeln schichten, darauf die Hirtenkäsebrösel. Nun kommt die Mango darauf, anschließend die Tomaten und ganz oben die Salatblätter. Das Glas verschließen und bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen.

Leckeres Curry im Glas

Dieses Curry mache ich sehr gern als Mittag- oder Abendessen. Die Reste (in dem Fall nehme ich mir immer vorher etwas weg, da es selten Reste gibt) ergeben ein tolles Mittagessen am nächsten Tag.

Zutaten:
1 Schalotte
Kokosöl
4 Kartoffeln
2 Paprika
4 Karotten
1 Glas Bambussprossen
Gemüsebrühe
Kokosmilch
Salz, Pfeffer, Curry, Zimt und Kurkuma

Für den Salat im Glas zusätzlich:
Reis, Quinoa oder Bulgur
Kichererbsen (Dose oder Glas)

Zubereitung:
Die Schalotte abziehen und in Würfel schneiden. Die Paprika waschen, die Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.
Die Karotten schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Die Bambussprossen zum abtropfen in ein Sieb geben.

1 EL Kokosöl in einer Pfanne schmelzen und die Schalottenwürfel darin sanft andünsten. Die Kartoffeln und die Karotten hinzugeben und 3 Minuten mitbraten lassen. 250 ml Gemüsebrühe und die Kokosmilch dazu geben und alles aufkochen und für 5 Minuten köcheln lassen. Nun die Bambussprossen und die Paprika dazu geben. Mit Salz, Pfeffer, Zimt, Curry und Kurkuma würzen. Die Gewürzmischung Ras el Hanout*  schmeckt auch unglaublich gut. Alles noch einmal für 10 Minuten köcheln lassen. Ihr könnt das Curry so essen, mit Brot, mit Reis, Quinoa oder Bulgur.

Für den Salat im Glas:

Zuerst gebt ihr Sosse vom Curry in das Glas. Darauf kommt gekochter Quinoa (oder Reis/ Bulgur…), jetzt kommt etwas vom Gemüse des Curry. Anschließend schichtet ihr gekochte Kichererbsen in das Glas. Oben drauf  verteilt  Ihr Salat. Und ab in den Kühlschrank bis zum Verzehr.

Welche Kombination mögt Ihr am Liebsten?

Salat im Glas mit Kichererbsen

 

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