Lebensmittel

Ich höre ganz oft von vielen Menschen aus meinem Umfeld, dass Lebensmittel teuer geworden sind. Essen ist für uns Menschen mehr als die bloße Nahrungsaufnahme. Hier geht es um Emotionen, Gefühle und vieles mehr. Dennoch kannst Du bei den Lebensmittelkosten nicht nur Geld sparen, Du schützt auch noch unsere Umwelt und sorgst dafür, dass unsere Ressourcen geschont werden.

Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden jedes Jahr 12 Millionen Tonnen Lebensmittel entlang der Lebensmittelversorgungskette entsorgt. Angefangen beim Hersteller über den Distributor bis hin zum Privathaushalt. Wenn wir annehmen, dass jeder Mensch ca. 600 kg (0,6 Tonnen) im Jahr isst, würden wir mit den weggeworfenen Lebensmittels 20 Mio Menschen satt bekommen. Und das ist nur der Wert für Deutschland.

Aber welche Möglichkeiten gibt es nun, bei den Lebensmittelkosten Geld zu sparen?

Kaufe natürliche und unverarbeitete Lebensmittel

Kaufe unverarbeitete und natürliche Lebensmittel ein. Aus Kartoffeln, Reis, Gemüse und Co. kannst Du immer wieder neue Kreationen zaubern. Diese Lebensmittel sind gesund und Du sparst einiges an Geld gegenüber Fertiglebensmitteln.

Koche selbst

Die teuersten Lebensmittel sind die, welche aufwendig verarbeitet wurden und hierbei meine ich Fertigessen etc. Eine gute Fertigpizza kostet zwischen 2-3 Euro. Wenn Du den Teig selbst machst, etwas passierte Tomaten mit Salz und Kräutern darauf gibst und Deine Pizza mit frischen Zutaten belegst, kannst Du Geld sparen und weisst genau, aus was Deine Pizza besteht. Natürlich kostet es Zeit. Aber je öfter Du selbst kochst, desto schneller wirst Du. Und der positive Nebeneffekt, Du kannst mehr zubereiten und Dir für den nächsten Tag was mitnehmen.

Kaufe saisonal und regional

Das klassische Beispiel sind hier Erdbeeren im Winter. Abgesehen davon, dass diese einen weiten Weg bis zum Supermarkt Deiner Wahl haben und das ganze rein aus Umweltschutzgründen nicht gut ist, sind sie unglaublich teuer. Wenn Du saisonale und regionale Angebote nutzt, sparst Du nicht nur Geld, Du tust der Umwelt etwas gutes und lebst gesünder, da durch den geringen Anfahrtweg ein Großteil der Vitamine noch enthalten ist.

Hier findest Du noch mehr Gründe für den saisonalen und regionalen Einkauf

Mache Dir einen eigenen Essensplan

Setze Dich einmal die Woche hin und überlege grob, was Du in der kommenden Woche essen möchtest. Ganz egal ob Du Anfänger bist oder nicht, gern planst oder lieber spontan entscheidest, ein Essensplan hilft Dir dabei, dass weniger Lebensmittel in der Tonne landen. Das Geld für weggeworfene Lebensmitte kannst Du Dir sparen.

Hier zeige ich Dir, wie Du einen Wochenplan erstellst.

Gehe mit Einkaufszettel einkaufen

Wenn ich an meine Omas zurück denke, erinnere ich mich daran, dass diese immer einen Einkaufszettel dabei hatten. Dort standen die Dinge drauf, die sie benötigten. Oft waren es alte kleine Papiere, auf denen auf der anderen Seite bereits etwas altes stand. Es wäre undenkbar gewesen, dass meine Omas ohne Einkaufszettel einkaufen gehen.

Wir nutzen inzwischen eine digitale To-Do-Liste auf dem Smartphone, welche wir als Familie zusammen nutzen können. Ist etwas alle, kommt es drauf und wer einkaufen geht, bringt es mit. Nachdem wir unseren Essensplan grob festgelegt haben, gehen wir einkaufen. Auf der Liste steht zum Beispiel Obst, vor Ort schauen wir dann, welches Obst im Angebot ist. Wir kaufen nur das, was tatsächlich auf der Liste steht, so geben wir kein unnötiges Geld aus.

Nutze Deine Vorräte

Wir alle haben Vorräte im Schrank. Manchmal sehen wir Dinge, kaufen sie und dann essen wir sie nicht, bis wir sie irgendwann wegwerfen, weil sie verdorben sind. Das ist schade, denn die Sachen haben Geld gekostet und Ressourcen verbraucht. Wenn Du Deinen Wochenplan vorbereitest, wirf immer zuerst einen Blick in Deine Schränke und kaufen zu den vorhandenen Lebensmitteln ein. Hast Du zum Beispiel Linsen im Schrank, kannst Du Spätzle und (vegetarische) Wiener kaufen und hast ein super Gericht. Hast Du noch Mehl im Schrank, kannst Du ein Pfannenbrot herstellen. Hast Du noch Vanille-Puddingpulver, dann mach daraus eine Vanillesoße für Germknödel. So verderben sie Lebensmittel nicht. Wenn Du sie gar nicht essen magst, weil sie Dir überhaupt nicht schmecken, verschenke sie an Freunde oder über Foodsharing.

Nutze Foodsharing

Ein weiterer Tipp wie Du Geld sparst und nebenbei die Umwelt schützt ist Foodsharing. Foodsharing rettet Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist aber die noch gut sind. Foodsharing-Gruppen gibt es überall in Deutschland.

Foodsharing Kekse
Über Foodsharing gerettete Kekse

Nutze Mundraub.org

Auf Mundraub.org tragen Menschen Obst-Fundorte ein, an denen das Obst kostenlos geerntet werden kann. Wir haben letztens Walderdbeeren gesammelt und hatten so einen leckeren Snack und konnten Geld sparen.

Waldersbeeren sammeln

Intervallfasten

Beim Intervallfasten isst Du 16 Stunden nichts, zum Beispiel von 20 – 12 Uhr. In den verbleibenden 8 Stunden nimmst Du Deine Mahlzeiten ein. Hierbei soll es für Deinen Körper einen gesundheitlichen Aspekt geben und weniger Zeit zum Essen bedeutet auch, Du kaufst weniger ein. Du startest zum Beispiel 12.00 Uhr mit Deinem Mittagessen, isst gegen 16.00 Uhr einen kleinen Snack und beendest den Tag mit Deinem Abendessen gegen 19.30 Uhr.

ToGoodToGo

To Good To Go ist eine App, in der Händler übrig gebliebene Lebensmittel und Speisen zur einem günstigen Preis anbieten, damit diese nicht weggeworfen werden. Wir nutzen diese App vor allem bei Bio-Märkten, Supermärkten und Co. So können wir sparen und bekommen Lebensmittel, die noch gut sind.

TooGoodToGo Abholung

So sieht zum Beispiel eine To Good To Go Bestellung vom türkischen Supermarkt bei meiner Arbeit aus. Dafür habe ich 3 Euro gezahlt. Wir haben zwei Tage zur viert Abendessen davon gegessen, also pro Person und Essen gerade mal 0,40 Euro.

Reste-Essen

Wie oft bleibt von einem Essen ein kleines bisschen übrig, zu wenig für eine vollständige Mahlzeit aber zum Wegwerfen zu schade. Hier nutzen wir einmal die Woche unseren Reste-Essen-Tag. An dem kommt alles, was sich angesammelt hat über die Woche auf den Teller und ergibt eine vollständige Mahlzeit. Früher haben wir versucht alles aufzuessen, heute stoppen wir, wenn wir angenehm gesättigt sind, aber noch Platz ist und heben den Rest auf.

Resteessen

Das ist bei uns ein Reste-Essen. Ein paar Bohnen und Erbsen, etwas Salat, ein Rest Quinoa, eine vegetarische Wiener, Gurke und etwas Paprika. Heutzutage wird das ganze gern als Bowl bezeichnet.

Du siehst, es gibt unglaublich viele Wege bei den Lebensmittelkosten zu sparen ohne auf etwas verzichten zu müssen. Viele der Tipps sind nachhaltig und schützen damit unsere Umwelt. Möchtest Du mehr zu dem Thema lesen? Hier findest Du weitere interessante Artikel.

Schreib mir doch in den Kommentaren, welche Tipps Du hast, um bei den Lebensmittelkosten zu sparen.

Titelfoto von Vo Thuy Tien von Pexels