Essensplan

Bereits seit einigen Jahren engagieren wir uns gegen Lebensmittelverschwendung. Wir finden es als Familie traurig, dass so viele Lebensmittel, die noch gut sind, im Müll landen. Sei es der Hersteller, der Überproduktionen vernichtet, der Supermarkt, der Lebensmittel mit Ablauf des Haltbarkeitsdatums vernichten muss oder der Privathaushalt, der schlecht gewordene Lebensmittel in die Mülltonne wirft. Daher arbeiten wir bereits seit langem mit einem Essensplan.

Ein Essensplan, den Du für die kommende Woche vorbereitest, hilft Dir dabei Deine benötigten Lebensmittel zu kalkulieren. Außerdem weisst Du immer was Du Dir zu essen machen kannst und kommst nicht in Versuchung etwas zu bestellen oder noch mehr Lebensmittel zu kaufen, weil Du keine Ahnung hast, was Du kochen sollst.

Schritt 1 – nimm Dir etwas Zeit, Papier, Deinen Kalender und einen Stift

Zuerst solltest Du Deinen Kalender checken. Was ist in der kommenden Woche so los. Gehst Du arbeiten oder in die Schule/ zur Uni? Hast Du Mittags- oder Abendtermine? Wann hast Du Zeit zu kochen und wann kommst Du spät heim und bist froh, wenn es schnell geht? An welchen Tagen nimmst Du essen mit oder isst in der Kantine? Wann triffst Du Dich mit Freunden unterwegs?

Wenn Du Deine Termine gecheckt hast, weisst Du, wieviele Essen Du benötigst. Wir planen mit 3 Mahlzeiten am Tag. Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Snacks haben wir oft noch im Schrank oder essen übrig gebliebenes.

Schritt 2 – die Vorräte

Als nächstes schaust Du, was Du noch im Kühlschrank und in den Vorratsschränken hast. Nimm diese Lebensmittel in die Planung mit auf. Wenn diese verderben, müsstest Du sie wegwerfen, das wäre schade. Schreib Dir alle Dinge aus Deinem Kühlschrank, die demnächst verderben könnten, auf Deinen Zettel. Was möchtest Du aus Deinen Schränken alle verbrauchen und worauf hast Du Lust?

Wie Du Lebensmittelreste verwerten kannst, haben wir hier geschrieben.

Schritt 3 – die Rezepte

Nun geht es ans Eingemachte. Such Dir nun zuerst Rezepte aus, bei denen Du die Sachen auf Deinem Zettel verwertest.
Hierbei eignen sich online-Rezeptseiten wie „chefkoch„, „restegourmet“ oder „zu gut für die Tonne„. Hast Du noch einen Lauch im Kühlschrank? Wie wäre es mit einer Lauch-Käse-Suppe oder Flammkuchen mit Lauch? Schreib Dir nun die Zutaten, die Du nicht da hast, aber für die Rezepte benötigst auf Deinen Einkaufzettel.

Nachdem Du alle Sachen von Deinem Zettel in Rezepte untergebracht hast, kannst Du frei wählen, was Du essen möchtest. Lass Dich gern auch von anderen Rezeptseiten inspirieren. Schreibe die Zutaten für die Rezepte auch auf Deine Einkaufsliste.

Schritt 4 – der Einkaufszettel

Schreibe nun alles, was Du sonst noch benötigst auf Deine Einkaufsliste. Sei es Obst oder Gemüse, Dein Shampoo was alle ist oder das Spülmittel. So ist die Gefahr, dass nur nochmal schnell zum Supermarkt musst, und noch dies und das an Lebensmitteln mitnimmst, gering.

Schritt 5 – Einkaufen gehen

Du hast Deinen Einkaufszettel in der Hand und die Taschen dabei? Dann ab zum Einkaufen. Gehe am Besten gut gesättigt einkaufen, so packst Du nicht mehr ein als Du möchtest. Halte Dich unbedingt an Deinen Einkaufszettel. Mach es zur Challenge, damit Du nicht Lebensmittel mitnimmst, die später verderben.

Schritt 6 – Kochen und geniessen

Wenn Du alle vorherigen Schritte erledigt hast, ist es Zeit sich zurück zu lehnen, auf die Schulter zu klopfen und zu genießen. Du musst Dir die kommenden Tage keinen Kopf um Dein Essen machen. Du weisst, was Du zubereiten möchtest, hast alles im Haus und wenn Du Hunger hast, gehst Du einfach an den Kühlschrank. Wir planen den letzten Tag der Woche immer als Reste-Essen-Tag, an dem alles, was übrig geblieben ist, auf den Tisch kommt. Sei es weil wir unerwartet einen Termin hatten, zum Essen eingeladen wurden oder keinen Hunger hatten.

Fällt es Dir schwer einen Essensplan zu erstellen oder machst Du es vielleicht schon lange? Was sind Deine Tipps?