Clean Eating: Rezept für Rotweinkuchen

Die Tage werden dunkler, der 1. Advent rückt mit großen Schritten näher. Und die Lust auf all die süßen Sachen wie Lebkuchen, Kekse und Glühwein wächst. Ich ernähre mich bereits seit einiger Zeit nach dem Clean Eating Prinzip. Dabei werden keine Weißmehle, kein Zucker und keine verarbeiteten Produkte gegessen. Also fehlen auf meinem Speiseplan all die Dinge, aus denen die zuckersüßen Sünden des Advents hergestellt sind.

Draußen regnet es, es ist kalt und wird heute gar nicht richtig hell. Ich sitze an meinem Schreibtisch und bereite meinen Clean Eating Vortrag für Dienstag und meinen Clean Eating Kochkurs für Freitag vor. Die Präsentation ist fast fertig, die Rezepte sind ausgesucht. Im Ofen brennt ein Feuer und die Lust auf ein Stück Kuchen ist riesengroß. So ein Stück für die Seele. Warm, lecker und tröstend.

Deshalb habe ich eine Pause gemacht  und mich in die Küche gestellt.

Rotwein haben wir noch vom Sommerurlaub. Aus unserer Lieblings-Cantina in Italien haben wir einen tollen biologischen Rotwein bag in box mitgebracht. Schnell waren die Zutaten verrührt und der Kuchen im Ofen.

Statt Zucker!

Laut Rezept kommen in den Kuchen 200 Gramm Zucker und ein Päckchen Vanillezucker. Ich habe dies ersetzt durch Kokosblütenzucker* und Agavendicksaft* sowie das Mark einer Vanilleschote.

Kokosblütenzucker* wird aus den Blütenknospen der Kokospalme gewonnen. Den Knospen wird der Nektar entnommen und dann eingekocht und getrocknet. Im Gegensatz zu Haushaltszucker hat er einen niedrigeren glykämischen Index. Das heißt, dass der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt. Außerdem ist er nicht raffiniert, daher sind wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalium, Zink, um nur einige zu nennen, noch enthalten. Kokosblütenzucker hat einen würzigen, karamelligen Geschmack und passt daher wunderbar zum Rotweinkuchen.

 

Dinkelvollkornmehl – die volle Power

Statt Weißmehl habe ich Dinkelvollkornmehl genommen. Im Gegensatz zum Auszugsmehl werden hier auch die Randschichten und der Keim mit vermahlen. Und diese stecken voller Power. Sie enthalten Ballaststoffe, die die Verdauung anregen und dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel langsam ansteigt. Dadurch schützen sie uns vor Heißhunger. Gleichzeitig enthält Dinkelvollkornmehl jede Menge Eiweiß, B-Vitamine, die Vitamine A, C und E. Auch Mineralstoffe wie Zink, Kupfer, Magnesium und Eisen stecken im Dinkelvollkornmehl.
Ich kaufe mein Dinkelvollkornmehl bei unserer Mühle im Ort.

Nachdem ich ein Stück gekostet habe – er schmeckt fantastisch – möchte ich Euch das Rezept nicht vorenthalten.

Hier kommt er, der weltbeste Rotweinkuchen ohne raffinierten Zucker und mit Vollkornmehl.

Rotweinkuchen mit Kokosblütenzucker und Vollkornmehl

Zutaten:

4 Eier
80 g Kokosblütenzucker
70 g Agavendicksaft (oder Ahornsirup)
200 g Margarine oder Butter
200 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Zimt
125 ml Rotwein
2 EL Backkakao
0,5 EL Weinstein-Backpulver
Kakaonibs
2 EL Hafermilch oder Wasser

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Eier schaumig schlagen. Den Kokosblütenzucker und den Agavendicksaft dazu geben und weiter schlagen. Die Margarine/ Butter dazu geben und weiter verrühren. Nun nach und nach die restlichen Zutaten – bis auf die Kakaonibs – dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, den Kuchenteig hineingeben, mit Kakaonibs bestreuen und in den vorgeheizten Ofen geben. Etwa 50 Minuten backen – Stäbchenprobe machen.

Der Kuchen ist sehe saftig. Er ist nicht zu süß was wir sehr mögen. Die Kakaonibs sind schön knackig und passen gut zum Kuchen. Ich kann mir auch Walnüsse im Teig sehr gut vorstellen.

So, jetzt arbeite ich weiter an meiner Präsentation und hole mir vorher noch ein Stück Kuchen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.