Capsule Wardrobe Anna

Vor zwei Wochen haben wir – meine Tochter Anna und ich – uns entschieden, in den nächsten 5 Wochen immer die gleichen zehn Kleidungsstücke zu tragen – wir leben mit einer Mini-Capsule Wardrobe. Wir waren gespannt, ob es jemandem auffällt, dass wir immer dasselbe anhaben. Wir wollten wissen, ob es eine Erleichterung ist oder ob es uns langweilt. Hier kommt nun die Zusammenfassung der 2. Woche.

Woche 2 beginnt mit einem Kompliment

Woche zwei begann – rein stylisch gesehen – wirklich gut. Ich habe im Büro ein Kompliment bekommen: Das ist eine wirklich schöne Kombination die Du an hast, sieht gut aus!

  1. Sonst sagt nie jemand was!
  2. Die Kombination hätte ich normalerweise nicht gewählt, man hat ja so seine Lieblingskombis oder sagen wir es so, man kombiniert immer gleich.
Donnerstag

Freitag, Tag 9, wollte schon gut überlegt sein. An diesem Nachmittag habe ich im Rahmen der Sindelfinger Wissenstage einen Kochkurs für Kinder geleitet. Da wollte ich gern bequeme Kleidung tragen, in der ich mich gut bewegen kann und die – wenn Flecken darauf kommen – gut wieder sauber wird. Damit schieden der Rock und das weisse Basic Shirt sowie der Nakd-Pulli schon mal aus. Es wurden dann schwarze Jeans, schwarzes Basic-Shirt und schwarze Strickjacke. Die Sachen wurden dann am gleichen Abend noch gewaschen.

Freitag
Bequem beim Kinderkochkurs

Den Rest der Woche kombinierte ich, was mir grade in die Hände fiel, ohne groß nachzudenken.

So geht es mir diese Woche

Mittlerweile trage ich seit 14 Tagen die 10 Kleidungsstücke. Montag war mir die Kombination dann etwas langweilig, aber es gibt ja Accessoires, mit denen ich arbeiten kann.

Nach wie vor fällt es niemandem auf, dass ich immer und immer wieder die gleichen 10 Kleidungsstücke trage. Das bestätigt meine Vermutung immer mehr, dass Menschen nicht wirklich darauf achten, was man trägt, ausser die Kombi ist wirklich ungewöhnlich oder die Art, wie man sich kleidet, ändert sich (mein Beispiel Rock und Nakd-Pulli).

Einerseits ist es beruhigend, dass andere Menschen wohl doch nicht so viele Gedanken an mich verschwenden, wie ich manchmal annehme. Wenn ich zurück denke, ich kann auch nicht sagen, was meine Kollegen letzte Woche anhatten. Andererseits ist es auch traurig, dass in unserem Alltag so wenig Achtsamkeit herrscht, dass wir viele Dinge einfach ausblenden und uns im nachhinein nicht mehr daran erinnern.

Sonntag
Sonntag auf dem Weg zum Faun-Konzert

Ich muss gestehen, ich finde dieses Experiment sehr spannend. Da das Wetter auch in etwa jeden Tag gleich ist, was die Temperaturen angeht, sind die Teile, die ich ausgesucht habe, hervorragend geeignet. Wenn das Thermometer jedoch auf einen Schlag 20 Grad zeigt, würde ich vielleicht noch einmal überlegen.

Auf Instagram findest Du unsere tägliche Zusammenfassung, schau doch mal vorbei.

Ich habe mehr Zeit

So oder so, ich habe deutlich mehr Zeit:

  1. Die Zeit morgens, in der ich immer überlegt habe, was ich anziehe, fällt weg. Derzeit sind es Sekunden-Entscheidungen. Da meine Klamotten an einer einzigen Kleiderstange hängen, sehe ich sofort was ich habe.
  2. Ich muss weniger Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, zusammenlegen und wegräumen.

Was mir auch aufgefallen ist, ich achte mehr darauf, dass meine Sachen möglichst nicht schmutzig werden, so dass ich sie lange tragen kann. Ich habe gelesen, dass Jeans sowieso nur selten gewaschen werden sollen, sondern eher ausgelüftet.

Montag
Montag – gegen das grau draußen etwas Farbe drinnen 😉

Am Sonntagabend waren wir beim Konzert von Faun. Da meine Garderobe begrenzt ist, habe ich mich für die schwarze Jeans, das schwarze Basic-Shirt und die Strickjacke mit Glitzerdetails entschieden. Das fiel mir schon etwas schwer. Normalerweise hätte ich etwas mit mehr Ausschnitt angezogen. Im Endeffekt war es sowieso egal, es war ja dunkel und wenn es hell war, hatte ich meine Jacke an 😉 Hier habe ich wieder etwas gelernt. Wir machen uns manchmal einfach zu viel Gedanken um Dinge, die man auch einfacher handhaben kann. Natürlich ist es toll, sich selbst auszudrücken und manchmal auch ein Zeichen von Wertschätzung anderen gegenüber, wenn man sich schick anzieht. Aber ich hatte nicht das Gefühl, ich war unpassend angezogen.

Schau auch mal auf unserem anderen Blog vorbei, hier berichten wir von unseren Reisen, wie wir uns das alles leisten können und warum ich gern alles plane: einfachfreileben.de

Mittwoch
Mittwoch – Tag 14

Den ersten Teil – wie es dazu kam – findet ihr hier: Capsule Wardrobe – 10 Teile/ 5 Wochen
Capsule Wardrobe – Woche 1 – der zweite Teil